Am 8. März ist der Internationale Frauentag, welcher in der Zeit um den Ersten Weltkrieg entstand im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Aus den USA brachten Aktivistinnen die Idee an die Zweite Internationale Sozialistische Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen mit.
Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848.
Erst nachdem am 8. März 1917 in Sankt Petersburg streikende Arbeiter-, Soldaten- und Bauernfrauen die Februarrevolution auslösten, wurde 1921 zu deren Ehrung der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt.
In den osteuropäischen Ländern ist es bis heute üblich, dass Chefs ihren Mitarbeiterinnen eine Blume zum Frauentag schenken und ihnen dazu gratulieren. Der Frauentag ist ein fester Bestandteil der osteuropäischen Kultur.
Die historische sowjetische Postkarte zum 8. März zeigt nicht zufällig Schneeglöckchen: Das zart anmutende Blümchen zeigt eine unglaubliche Durchsetzungskraft. Seine Blätter sind mit einer Wachsschicht überzogen, die sie vor Kälte schützt. Und giftige Alkaloide schützen das Schneeglöckchen davor, von hungrigen Tieren gefressen zu werden. Die Zwiebeln produzieren, wenn sie im Frühjahr austreiben, eine Bio-Wärme von acht bis zehn Grad, weshalb das Schneeglöckchen sogar die Schneedecke durchstossen kann.
Historisch interessant ist, dass erst ein blutiger Krieg das Schneeglöckchen nach Westeuropa brachte: Britische Soldaten brachten aus dem Krim-Krieg (1853-1856) auf der Halbinsel am Schwarzen Meer massenhaft Schneeglöckchen mit nach Hause. Das war der Beginn einer neuen Artenvielfalt, weil Schneeglöckchen dazu neigen zu hybridisieren: Über Artgrenzen hinweg entstehen ständig neue Bastarde.
Heute ist das Schneeglöckchen in unseren Breitengraden die womöglich häufigste Gartenblume – sicher aber die erste Blume, die am 8. März in den noch halb verschneiten Gärten blüht.
Ljubow Orlowa (russ. Любовь Петровна Орлова) wurde am 29. Januar 1902 in Swenigorod bei Moskau geboren und war der erste Star des sowjetischen Films, eine berühmte Schauspielerin am Theater und eine begnadete Sängerin.
Ihr Vater Peter Orlow diente als Militär-Ingenieur und kam aus der uralten Zaren-Dynastie der Rurikiden, genauer der Fürsten von Twer. Auch ihre Mutter Jewgenia Suchotina entstammte einer alten Adelsfamilie.
Ljubow wuchs in Jaroslawl an der Wolga auf, 280 Kilometer nordöstlich von Moskau. Die Eltern träumten davon, dass ihre Tochter eine Pianistin wird, und schickten Ljubow schon mit sieben Jahren in den Klavierunterricht.
Zu den Freunden der Familie gehörten viele Künstler, darunter der Opernsänger Fjodor Schaljapin. Als Schaljapin wieder einmal im Hause Orlow logierte, spielte Ljubow in einem Kindertheater mit, worauf der Opernsänger gesagt haben soll: «Dieses Mädchen wird eine berühmte Schauspielerin!»
Werbeplakat aus der Sowjetunion für die staatliche Lotterie «Лоторея Мотоцикл Автодор».
Der «Kalur» (benannt nach dem sowjetischen/estnischen Kolchos, in welcher das Fahrzeug konstruiert wurde) war ein Hybrid-Fahrzeug mit Ural M-72-Motor in einem M-72 Rahmen. Gemäss den Konstruktionszeichnungen in der sowjetischen Zeitschrift «Моделист-Конструктор» wurden die Räder des «Kalur» ersetzt mit Skiern (160 bis 180 cm) und einem Schaufelrad (82 cm Durchmesser). Der «Kalur» fuhr im Schnee bis 60 km/k schnell.
Lyubov Petrovna Orlova (11. Februar 1902 bis 26. Januar 1975) war der erste Star des sowjetischen Films, eine berühmte Schauspielerin am Theater und eine begnadete Sängerin.
1934 hatte Orlova ihr Filmdebüt als Gruschenka in Grigori Roschals Dostojewski-Verfilmung «Peterburgskaja notsch». Für den Film «Lustige Burschen» erhielt sie die Auszeichnung Verdienter Künstler der RSFSR. Danach avancierte sie – meist unter der Regie von Grigori Alexandrow – in Musikkomödien wie «Zirkus» (1936), «Wolga-Wolga» (1938), «Der helle Weg» (1940) und «Frühling» (1947) zum weiblichen Superstar des sowjetischen Films.
Dieses Filmplakat für wirbt für «Lustige Burschen» (russisch Весёлые ребята), eine leicht ironische musikalische Verwechslungskomödie, die als erstes sowjetisches Filmmusical gilt.
Im Film wird ein musikalisch vielseitig begabter Hirte von mehreren Besucherinnen, die in einem mondänen Badeort auf der Krim Erholung suchen, mit einem bekannten Komponisten verwechselt. Der Hirte Kostja Potechin kommt von der Krim nach Moskau, gerät dort zufällig in die Music Hall und kann schliesslich mit seinen Freunden sogar im Bolschoi-Theater auftreten.
Das «Unreal Adventure Team» mit John Dunn und Kirill Ivoutin reist mit Ural-Gespannen quer durch die ehemalige Sowjetunion. Ein Hingucker – nicht nur für «Russen-Treiber» (Fahrer von russischen Motorrädern).
(Quelle: unrealadventure.com)